14.09.2021 14:38

Chancen und Herausforderungen der Branche – SPD-Bundestagsmitglied Dr. Brunner informiert sich bei Kögel


Burtenbach, 14. September 2021

  • SPD-Politiker Dr. Karl-Heinz Brunner, Mitglied des Bundestages, zu Besuch bei Kögel 
  • Fachkräftemangel, unsichere Lieferketten und die Investitionsvorhaben von Kögel sorgen für großes Interesse

Der SPD-Bundespolitiker Dr. Karl-Heinz Brunner hat sich am vergangenen Freitag umfassend über die Stimmung in der Fahrzeugbaubranche und insbesondere bei den Kögel Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Burtenbach unterrichten lassen. Vor allem die Bemühungen von Kögel um Fachkräfte und die Schaffung von Arbeitsplätzen interessierten den Sozialdemokraten – aber auch der Einsatz von Kögel für einen nachhaltigen Gütertransport.

Mit welchem Aufwand Kögel rund um den Standort Burtenbach Fachkräfte sucht, findet und ins Unternehmen integriert, das nötigte dem Bundestagsmitglied und SPD-Politiker und ehemaligen Bürgermeister von Illertissen, Dr. Karl-Heinz Brunner (Wahlkreis Neu-Ulm), großen Respekt ab. Aufgrund des Fachkräftemangels im Landkreis Günzburg, in dem das Kögel Stammwerk in Burtenbach beheimatet ist, muss Kögel heute alle Register ziehen, um einerseits gut ausgebildete Fachkräfte und andererseits die Talente von Morgen zu finden. Herkömmliche Werbung reicht dafür nicht mehr aus. Es braucht eine Strategie, die weit darüber hinausweist. Wenn in der Region nicht ausreichend Fachkräfte zu finden sind, dann muss sich der Radius der Suche teilweise weit über die Landesgrenzen ausdehnen. Das berichtete Christina Horn, Leiterin der Personalabteilung von Kögel. „Eine gute Einarbeitung, aber auch der Erwerb von Sprachkenntnissen und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sichern die Wertschöpfung in der Region und ermöglichen Integration“, erklärte Dr. Brunner. Letzteres gelte einerseits für die Anstellung von benachteiligten Menschen und von solchen mit Migrationshintergrund. Um diese Potenziale zu bergen, unterhält Kögel inzwischen zahlreiche Schulpartnerschaften und auch zu Organisationen, die sich für Menschen mit Handicaps einsetzen. So lässt sich der Arbeitgeber bereits während des schulischen Unterrichts vorstellen. Auch mit Hochschulen unterhält Kögel inzwischen Partnerschaften, um Studenten im Dualen Studium für sich zu gewinnen. Zudem muss für eine flächendeckende und bezahlbare öffentliche Mobilität gesorgt werden, um den Weg zur Arbeitsstätte zu ermöglichen, erläuterte Brunner.
„Die eigene Ausbildung sichert geschultes Personal, ein Großteil der Führungskräfte bei Kögel hat eine Ausbildung sowie weitere Qualifizierungen bei Kögel durchlaufen“, betont der Betriebsratsvorsitzende von Kögel, Leo Berger. Er hob die Bedeutung des IG-Metall- Werktarifvertrags und die damit verbundenen Sicherheiten und Gehälter für die Arbeitnehmer von Kögel hervor. „Unternehmen, die zur Tarifbindung stehen, müssen bei Kaufentscheidungen bessergestellt werden“, sagte Brunner.
Dr. Brunner suchte zudem das Gespräch mit Kögel Angestellten, etwa zu Produktionsmitarbeiter Franz Schmidt, der seit 43 Jahren überzeugter Kögelianer ist. Für Schmidt zählen der Zusammenhalt und die Standortverbundenheit von Kögel. Andreas Pfitzmayer wiederum hat gerade erst ausgelernt. Direkt nach seiner kaufmännischen Lehre wurde er von der Personalabteilung übernommen. Der Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereitet ihm große Freude. Jeden Tag gelte es, neue Herausforderungen zu meistern. „Bei Kögel gibt’s keine Langweile!“, weiß er. Das bestätigt auch Fabian Schmid, Meister der Fahrgestellmontage. Er würde sich freuen, mehr Kollegen zu finden, um die hervorragende Auftragslage zu meistern.
Der aktuell bei nahezu allen Wirtschaftsbetrieben offensichtliche Mangel an Zulieferteilen beziehungsweise die großen Unsicherheiten in den Zulieferketten wiederum grenzen das Wirtschafts- sowie Unternehmenswachstum und damit auch die Schaffung von vielen weiteren Arbeitsplätzen ein. Manfred Florian, Leiter des Einkaufs verdeutlichte SPD-Bundespolitiker an welchen Rohstoffen und Materialien es fehlt, welche Faktoren dafür verantwortlich sind und mit welchen Mitteln die Politik diesen Mangel entschärfen könnte. „Ich bin sehr dankbar für Ihre Anregungen und werde mich für die Umsetzung solcher Maßnahmen einsetzen“, erläuterte Dr. Brunner.
Im Fokus standen darüber hinaus auch die Investitionsvorhaben am Standort Burtenbach in zweistelliger Millionenhöhe. Damit ist eine dreistellige Zahl an neuen Arbeitsplätzen bei Kögel und vielen weiteren bei Zulieferbetrieben verbunden. Die Umsetzung ist bereits angelaufen. Aufgrund des Unternehmensstandorts sind jedoch noch Fragen der Verkehrsinfrastruktur und der internen Transportlogistik zu klären. Auch hierfür signalisierte der Jurist und Wirtschaftsberater seine Unterstützung.
Zum Abschluss informierte Paul Stempfle, Leiter der Vorentwicklung, Brunner, der aus einem Fuhrbetrieb aus der Region Bodensee stammt und selbst hinter dem Lkw-Steuer saß, wie sich Kögel bemüht, innovative Transportlösungen zu konstruieren, die den Kunden, aber auch der gesamten Gesellschaft nützlich sind sowie ökonomische und ökologische Vorteile bieten – gemäß dem Unternehmens-Claim ‚Economy meets Ecology – Because we care‘. Stempfle wies darauf hin, dass bereits 80 Prozent des Produktangebots bahnverladbar ist und somit die Stärken der einzelnen Verkehrsträger optimal nutzbar macht. Mit dem Euro Trailer hat Kögel zudem ein Fahrzeug (Lang-Lkw Typ 1 beziehungsweise verlängerter Sattelauflieger) im Angebot, das zu geringen Mehrkosten zehn Prozent mehr Ladevolumen bietet und den Gegebenheiten der bestehenden Straßeninfrastruktur gerecht wird sowie deutliche Vorteile für die Verkehrssicherheit bietet.
Dr. Brunner nahm nach eigenen Angaben die Anregungen der Kögel-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hochinteressiert auf und dankte für den aufschlussreichen Besuch.


Unternehmensprofil
Kögel ist einer der führenden Trailerhersteller Europas. Bereits mehr als 550.000 Fahrzeuge hat das Unternehmen seit der Firmengründung 1934 produziert. Mit seinen Nutzfahrzeugen und Lösungen für das Speditions- und Baugewerbe bietet das Unternehmen seit über 85 Jahren ingenieursgeprägte Qualität „made in Germany“. Im Mittelpunkt stehen seither die Leidenschaft für den Transport und Innovationen, die nachweislich nachhaltige Mehrwerte für die Spediteure bieten. Der Firmensitz und Hauptproduktionsstandort der Kögel Trailer GmbH ist im bayerischen Burtenbach. Zu Kögel gehören außerdem Werke und Standorte in Ulm (D), Duingen (D), Chocen (CZ), Verona (IT), Kampen (NL), Gallur (ESP) und in Moskau (RUS).
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